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KAPITELMARKE

00:00:00 VORGEPLÄNKEL

00:38:00 FEEDBACK

00:45:00 WAS IST KAPUTT DIESE WOCHE?

00:57:00 WAS HAT BOB GELERNT

01:02:00 THEMA

01:16:00 NEWS

01:38:00 MUST DU SEHEN

02:22:00 MEDENEMPFEHLUNG

02:31:00 SOFTWAREEMPFEHLUNG

Folge 63

VORGEPLÄNKEL

einmal Server “a la card” bitte Part II

Es ist CES - aber keinen interresiert es

Kein “The Mithril Cut” https://www.reddit.com/r/lotr/comments/1qcilpj/lord_of_the_rings_extendedextended_edition_aka/?tl=de

Fedora Gaming https://linuxnews.de/fedora-will-gaming-mehr-in-den-vordergrund-ruecken/

FEEDBACK

https://www.openpetition.de/petition/online/anerkennung-von-open-source-arbeit-als-ehrenamt-in-deutschland

WAS IST KAPUTT DIESE WOCHE?

IPV6

MTV

Netzwerkkabel sind gar nicht so robust wie WLAN

nochmal: Sportgeräte und Newtons Gesetze der Masse

Katastrophen alarm und schneestürme

ThinkPad TB3 Dock

WAS HAT BOB GELERNT

Ausblick auf die Ausbildung und die Prüfung

THEMA: IBM


1. IBM Think: Die Unternehmensphilosophie

IBM prägte über Jahrzehnte eine einzigartige Unternehmenskultur, die unter dem Motto “THINK” stand. Dieses Motto wurde 1911 von Thomas J. Watson Sr. (damals bei NCR, später IBM-Chef) eingeführt und zu einem zentralen Wert von IBM.

Kernpunkte der “THINK”-Philosophie:
  • Innovation: Mitarbeiter wurden ermutigt, kreativ zu denken und Lösungen für komplexe Probleme zu entwickeln.
  • Kundenorientierung: “THINK” sollte Mitarbeiter daran erinnern, sich in die Lage der Kunden zu versetzen.
  • Qualität und Professionalität: Hohe Standards in Produktentwicklung und Dienstleistung.
  • Verantwortung: Jeder Mitarbeiter war für seine Arbeit und sein Handeln verantwortlich.
Umsetzung im Unternehmen:
  • “THINK”-Schilder hingen in Büros und Fabriken.
  • Die Philosophie wurde in Schulungen und internen Kommunikationen vermittelt.
  • “THINK” war auch der Name der IBM-Hauszeitschrift (später “Think Magazine”).

2. IBM und die Alkoholpolitik: Strenge Regeln für Mitarbeiter

IBM war bekannt für seine konservativen und strengen Unternehmensrichtlinien, die bis in die 1980er/90er Jahre hinein galten. Eine der bekanntesten Regeln betraf den Alkoholkonsum.

Alkoholverbote bei IBM:
  • Kein Alkohol am Arbeitsplatz:
    • Alkoholkonsum während der Arbeitszeit oder auf dem Firmengelände war absolut verboten.
    • Dies galt auch für Firmenveranstaltungen (z. B. Weihnachtsfeiern) – Alkohol wurde nicht serviert.
  • Kein Alkohol bei Geschäftsessen oder Kundenterminen:
    • Mitarbeiter durften keinen Alkohol bestellen oder trinken, wenn sie im Namen von IBM unterwegs waren.
    • Selbst bei Abendessen mit Kunden war Alkohol tabu.
  • Begründung:
    • IBM wollte ein seriöses, professionelles Image wahren.
    • Alkohol galt als Risiko für die Produktivität und das Ansehen des Unternehmens.
    • Die Regel sollte sicherstellen, dass Mitarbeiter stets klar und verantwortungsbewusst handelten.
Ausnahmen und Wandel:
  • In den 1990er Jahren lockerte IBM die Regeln schrittweise, besonders in internationalen Niederlassungen.
  • Heute gibt es kein generelles Alkoholverbot mehr, aber die Richtlinien variieren je nach Land und Abteilung.
  • In einigen Kulturen (z. B. USA) bleibt der Alkoholkonsum bei Geschäftsessen oft unüblich, während er in Europa toleriert wird.

3. Weitere strenge IBM-Regeln (historisch)

IBM hatte bis in die 1990er Jahre hinein strikte Verhaltensregeln für Mitarbeiter, die das Image des Unternehmens als “seriös und konservativ” prägten:

Regel Details
Dresscode Anzug und Krawatte für Männer, konservative Kleidung für Frauen (z. B. keine Hosen bis in die 1970er!).
Keine politischen Äußerungen Mitarbeiter durften sich nicht öffentlich politisch äußern.
Keine Nebentätigkeiten Nebenjobs oder eigene Unternehmen waren ohne Genehmigung verboten.
Keine Beziehungen zwischen Kollegen “No fraternization”-Policy: Beziehungen zwischen Mitarbeitern waren unerwünscht.
Pünktlichkeit und Disziplin Verspätungen oder unentschuldigtes Fehlen wurden hart sanktioniert.

4. Warum waren die Regeln so streng?
  • Imagepflege: IBM wollte als vertrauenswürdiger Partner für Großkunden (Banken, Regierungen) wahrgenommen werden.
  • Kontrolle und Einheitlichkeit: Strenge Regeln sollten eine homogene Unternehmenskultur weltweit sicherstellen.
  • Risikominimierung: Alkohol und private Konflikte galten als Bedrohung für die Produktivität.

THINK

  • “THINK” war mehr als ein Slogan – es prägte die Identität von IBM und seine Mitarbeiter über Jahrzehnte.
  • Die Alkoholpolitik war ein Symbol für IBMs konservative, risikoaverse Kultur.
  • Heute ist IBM offener und agiler, aber die Tradition der Professionalität bleibt bestehen.

1. Großrechner (Mainframes)
  • IBM System/360 (1964):

    • Erste kompatible Großrechnerfamilie, die Software- und Hardware-Kompatibilität zwischen Modellen ermöglichte.
    • Grundstein für die moderne Unternehmens-IT.
  • IBM OS/360:

    • Eines der ersten Betriebssysteme mit Multitasking und virtueller Speicherverwaltung.

2. IBM PC und x86-Architektur
  • IBM Personal Computer (1981):

    • Setzte den De-facto-Standard für PCs.
    • Offene Architektur (Intel-Prozessoren, Microsoft DOS) ermöglichte Klon-Herstellung.
  • BIOS (Basic Input/Output System):

    • Entwickelt von IBM für den IBM PC.
    • Bis heute (als UEFI) in jedem x86-PC enthalten.
  • x86-Architektur:

    • IBM wählte den Intel 8088-Prozessor für den IBM PC.
    • x86 wurde zum Industriestandard für PCs und Server.

3. ThinkPad: Innovation im Laptop-Design
  • IBM ThinkPad (1992):
    • TrackPoint (roter “Nippel” zur Maussteuerung).
    • Robustes Design, Langlebigkeit und Reparierbarkeit.
    • Heute unter Lenovo weitergeführt.

4. Software und Programmiersprachen
  • FORTRAN (1957):

    • Erste Hochsprache für wissenschaftliche Berechnungen.
  • SQL und relationale Datenbanken:

    • IBM-Forscher Edgar F. Codd entwickelte das relationale Datenbankmodell (1970).
    • DB2 war eine der ersten relationalen Datenbanken.
  • IBM DOS und OS/2:

    • IBM DOS (PC DOS) war die Grundlage für Microsoft MS-DOS.
    • OS/2 (1987) war ein gemeinsames Projekt mit Microsoft.

5. Standards und Industriekooperationen
  • Token Ring (1984):

    • Netzwerkprotokoll, das mit Ethernet konkurrierte.
  • PCI-Bus und USB:

    • IBM war an der Entwicklung dieser Hardware-Standards beteiligt.

6. KI und Supercomputing
  • Deep Blue (1997):

    • Besiegte Schachweltmeister Garri Kasparow.
  • Watson (2011):

    • KI-System, das die Quizshow “Jeopardy!” gewann.
    • Heute in Medizin, Finanzen und Kundenservice im Einsatz.

7. Quantencomputing
  • IBM Quantum Experience (2016):
    • Ermöglicht Zugang zu echten Quantencomputern über die Cloud.

Zusammenfassung

Bereich Meilenstein Auswirkung
Mainframes System/360 (1964) Standardisierte Unternehmens-IT.
PC-Revolution IBM PC (1981), BIOS, x86 Standard für moderne PCs; x86-Architektur dominiert bis heute.
Laptops ThinkPad (1992), TrackPoint Prägte Business-Laptops.
Software FORTRAN, SQL, DB2 Grundlagen der modernen Programmierung und Datenbanken.
Netzwerke Token Ring, PCI, USB Standardisierung von Computer-Hardware und -Netzwerken.
KI Deep Blue, Watson Meilensteine in KI-Forschung und praktischen Anwendungen.
Quantencomputing IBM Quantum Experience Pionierarbeit bei der Kommerzialisierung von Quantencomputern.

NEWS

playstation 5 bootschlüssel sind bekannt

https://www.heise.de/news/Microsoft-hat-telefonische-Windows-Aktivierung-deaktiviert-11135717.html

https://gnulinux.ch/anna-sichert-spotify

https://www.drwindows.de/news/send-to-kindle-funktion-in-word-wird-kommenden-monat-eingestellt

RIP SIRI https://the-decoder.de/openai-lehnte-rolle-als-exklusiver-ki-lieferant-fuer-apple-angeblich-bewusst-ab/

MUST DU SEHEN

Jay & Bob haben viele gemeinsamme Interessen, aber manchmal wäre es schön wenn sich der eine etwas mehr für die Dinge des anderen begeistern könnte. Und vielleicht haben die Hörer ja noch eine bessere Idee.

Jay geniesst “The Big Leboski”

Bob schaut “Jesus Rolls”

Hörerempfehlung diesmal

MEDIENEMPFEHLUNG

Predator Badlands

39C3: Power Cycles - Nachsehen

SOFTWARE EMPFEHLUNG

https://github.com/39aldo39/DecSync

https://fedoraproject.org/labs/games

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daswarschonkaputt.tech - Podcast

Wir sind ein Laber-Technik-Lebensweisheiten-Podcast, mit News, Retrogeschichten und gelegentlich Popkulturelles. Bob berichtet was er wieder mal kaputt gemacht hat und Jay erklärt warum es kaputt gegangen ist. Technik ist vergänglich, einiges setzt sich nie durch anderes gerät in Vergessenheit. In unserem Podcast erklären wir dir wie man Emails per Post versendet, Podcasts auf Kassette veröffentlicht, mit einem Raumschiff aus Knetmasse zum Mars fliegt und Linux auf einem Toaster installiert. Außerdem sprechen wir über aktuelle News aus der Technikwelt. Klingt abgedreht? Ist es auch. Hör rein dann verpasst du nichts. Wir senden ein mal monatlich etwa ca.2h also 30min die Woche ;-) KEINE WERBUNG, KEINE VERSTECKTEN KOSTEN.